1. Mai in der Kulturhauptstadt: Offener Brief

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

Aus den Medien haben wir vom Polizeieinsatz der Linzer Polizei am 1. Mai erfahren. Nachrecherchen haben ergeben, dass es am 1. Mai tatsächlich zu weit wüsteren Szenen kam, als zuerst angenommen. Ausserdem haben wir erst im Nachhinein die Festnahme des Vizerektors der Linzer Kunstuniversität vernommen.

 

Als Empfänger Ihres Newsletters sind wir sehr überrascht, dass zu diesem Themenkreis keinerlei Stellungnahmen ihrerseits versendet wurden. Insbesonders erschüttert es uns, dass eine Stadt, die sich jetzt gerade weltoffen und tolerant präsentiert, und „Kulturhauptstadt Europas“ nennt, solche Polizeiübergriffe duldet und sich nicht sofort klar und unmissverständlich distanziert und sich mit dem Vizerektor und anderen Polizeiopfern solidarisiert. Selbstverständlich gehörte dazu auch das juristische Verfahren gegen die Prügelpolizisten und die Suspendierung derselben.

 

http://www.youtube.com/watch?v=5EjyTDEK8-c&NR=1

http://www.youtube.com/watch?v=N3X3KL2etiY&feature=related

 

 

Die Bilder in diesen und anderen Videos sind unzweideutig; sie hinterlassen keinen Interpretationsspielraum zugunsten der Polizei.

 

Unsere Agentur, mit Hauptsitz in Zürich und Filiale in Budapest, hat für dieses Jahr mehrere Besuche in Linz geplant. Wir werden die Berichterstattung ab sofort einstellen, die Besuche und Hotelreservationen stornieren.

 

Wir sind davon überzeugt, dass diese Zeilen den Weg zu den zuständigen Verantwortlichen finden werden, und hoffentlich ihre Wirkung nicht verfehlen. Dieses Schreiben werden wir weiteren  Persönlichkeiten zur Kenntnis bringen.

 

Mit freundlichen Grüssen

Klaus Rózsa, Chefredakteur

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