Ende der "herabwürdigenden Diskussion" um ZDF-Chefredakteur Brender gefordert

Ein Ende der "herabwürdigenden Diskussion" um die Vertragsverlängerung des ZDF Chefredakteurs Nikolaus Brender fordert der stellvertretende ver.di Vorsitzende Frank Werneke.

 

Die versuchte Einflussnahme des hessischen CDU Politikers und stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Roland Koch wertete Werneke als "schwerwiegenden Eingriff in die Rundfunkfreiheit", der letztlich der Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks insgesamt schade. Kochs Argument der sinkenden Quoten hält der ver.di Vize für "völlig konstruiert". Er verschweige, dass in den vergangenen Jahren - z.B. mit Frontal 21 - politische Sendungen außerordentlich erfolgreich entwickelt wurden:" Das Heute-Journal ist das erfolgreichste Nachrichtenjournal im deutschen Fernsehen ohne Boulevard-Charakter".

 

Werneke sprach sich gegen jegliche parteipolitische Einflussnahme in den Medien aus."Wer sich selbst für die Grundlage der Demokratie hält, findet auch nichts dabei, den Rundfunk (parteipolitisch) zu vereinnahmen", fürchtet er mit Blick auf die (Selbst)Einschätzung Kochs. Werneke weiter: "Es ist der Verdienst von Intendant Markus Schächter, Nikolaus Brender und weiteren Köpfen im ZDF, den Sender Stück für Stück aus der parteipolitischen Umklammerung der Vergangenheit herausgelöst zu haben".

 

Werneke, selbst Mitglied im ZDF Fernsehrat, fürchtet "einen massiven Ansehensverlust bei den Gebührenzahlern und -zahlerinnen, wenn es einigen Machtstrategen gelänge, das ZDF wieder auf ihre Linie bringen wollen".

 

 

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